Gaja, die Erde und Uranus, der Himmel vermählten sich miteinander und zeugten die Titanen. Uranos ward aber durch die Moiren, die Schicksalsgöttinnen, bestimmt, dass eines seiner Kinder ihn seiner Macht entheben wird. Uranus versuchte diesem Spruch zu entgehen und sperrte seine Kinder in den Tartaros, einem verschlossenen Ort im Totenreich Hades. Gaja jedoch ertrug es nicht, ihre Kinder nicht um sich zu haben, und befreite diese. Ihrem jüngsten Spross Kronnos gab sie eine Sichel. Mit dieser schnitt Kronnos seinem Vater das Geschlecht ab und enthob ihn so der Macht. Der abgeschnittene Phalus fiel ins Meer und so ergab sich die letzte geschlechtliche Verbindung zwischen Himmel und Erde. Erkennend, dass er nur noch Eines zeugen kann, schob Uranos alles Ungemach beiseite und beschloss das Schönste und Wahrhaftigste zu finden, was je entstehen könne und er hat es gefunden. Und das Meer begann zu schäumen und ihm entstieg, auf einer Muschel empor getragen, Aphrodite – die Liebe.
|