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Artemis und die große Bärin |
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Artemis, die Göttin der Jagd, hatte sich aus erbeten, nie einen Mann zu ehelichen. Dieses Gelübde verlangte sie auch den Nymphen ab, die sie begleiteten. Jedoch Zeus verliebt sich in eine dieser Nymphen und verführt sie. Beim Bade die Schwangerschaft entdeckend, zeigte Artemis mit der nun Geständigen kein Erbarmen und wollte sie töten. Zeus, um seiner Geliebten eine Flucht zu ermöglichen, verwandelte Kallisto, so hieß die Nymphe, in eine Bärin, welche auf eine hohe Tanne floh. Aber Artemis spürte sie auf und erlegte sie. Zeus jedoch ließ Kallisto nicht ins Totenreich, sondern setzte sie auf alle Ewigkeit als Sternbild in den Himmel. Kallisto gebar noch einen Sohn, der war König in Arkadien und als er alt ward bat er den Vater, wieder zur Mutter zu dürfen, und so kam der Kleine Bär an den Himmel.
Artemis ist ursprünglich ein alter Geburts- und Totenkult, in Form eines Bärinnenkultes. Überall auf der Welt, wo Bären lebten, wurde die Bärin als Geburts- und Totengöttin verehrt. Als wir noch Jäger und Sammler waren, sorgten die Menschen durch gezielte Verhütung dafür, dass nur so viele Menschen geboren wurden, wie auch starben. Wahrscheinlich wurde verhütet mit Beifuss, lat. Artemisia. Mit dem selben Kraut wird heute noch die Geburt erleichternd eingeleitet.
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