Pan und Syrinx Drucken
PanundSyrinxPan, der Gott der Hirten, in seinem Wesen gutmütig, jedoch in seinem Äußeren recht ungewöhnlich – er hat Hören und Füße wie ein Ziegenbock, wurde im Olymp von den Göttern oft gehöhnt, er sei doch nicht schön. Pan jedoch entgegnete, ob sie nicht sein Herz sehen und erkennen, wie schön er sei. Er verließ den Olymp für immer und wählte sich als Heimat die Berg Arkadiens.
Hier verliebte er sich in die Flussnymphe Syrinx. Eines Tages entdeckte er sie schlafend unter einem Baum und wollte sich Ihr nähern, um sie zu betrachten. Dabei trat er auf einen Zweig und die schöne Nymphe erwachte. Durch Pans Erscheinung erschrocken, floh sie und gelangte an den Fluss Ladon, der Ihr Vater war. Da der Hirtengott sie verfolgte geriet sie in Panik und ließ sich von Ihrem Vater in Schilf verwandeln. Während ihrer Wandlung drehte sie sich noch einmal zu Pan um und zu spät erkannte sie sein schönes Herz und wünschte, doch irgendwie sich ihm zu verbinden. Pan in seiner Trauer umarmte das Schilf, da brach es in Stücke, er hob die Teile auf und umarmte sie erneut und als er erschöpft ausatmet, kehrte Syrinx in Form einer Flöte zu ihm zurück.

Aus dieser Geschichte entlehnt sich der Begriff Panik – vor Ungewohntem erschrecken, weil man nur nach dem äußeren Eindruck urteilt. Oft lohnt sich ein zweiter Blick.