Narziss und Echo Drucken
NarzissundEchoEiner der schönsten Jünglinge in der Antike war der schöne Narziss. Er trank immer aus der selben Quelle und eines Tages, als kein Wind ging, sah er so klar sein Spiegelbild und verliebte sich in dieses – also in sich selbst. Er suchte nach der Liebe, konnte aber nur das geschaute Bild akzeptieren und blieb daher einsam. Irgendwann verzweifelt, stürzte Er sich in sein Spiegelbild. Jedoch die Götter verwandelten den Ertrinkenden in eine Blume, die wie er, nur kurze Zeit leben kann – wir nennen sie nach Ihm.
Als Narziss noch da war, verliebte sich die schöne Bergnymphe Echo in Ihn. Von ihm jedoch verschmäht, verzehrte Sie sich, bis nur noch Ihre Stimme übrig war. Und immer wenn sie glaubt, sein Rufen zu hören, dann ruft Sie alles nach.

In allen Beziehungen ist es schön und wichtig, sich hingeben zu können, doch nicht als Selbstauflösung. Genau so ist es schön und wichtig, sich selbst zu lieben, aber nicht als Selbstverherrlichung. Denn Liebe ist auch ein Wechselspiel aus Hingabe und Abgrenzung.